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01.04.2008

Webers Heckklappe landet im Louvre

Schwäbische Zeitung, Lokalteil, Redakteur Michael Hescheler

MARKDORF - The winner is .... Albert Weber: Für Entwicklung und Bau der Smart-Heckklappe erhält sein Unternehmen den Oscar für technische Innovationen, wie es der Firmenchef formuliert. Albert Weber und Sohn Christian nehmen den Preis heute im Louvre in Paris entgegen.

Darauf ist der Unternehmer stolz: Gleich das erste Serienprodukt der Firmensparte Weber Fibertech kommt in Paris zu Ruhm und Ehre. Seit gut einem Jahr baut Weber im Werk mit der markanten Fassade in der Daimlerstraße den Innendeckel der Heckklappe für den neuen Smart. Heute zeichnet ihn die JEC-Gruppe am Rande einer Messe in Paris mit dem Preis für Innovationen aus. Nach Angaben Webers ist dies die bedeutendste Auszeichnung in der Firmengeschichte.

 

Der Zulieferer mit Sitz in Markdorf siegt in der Kategorie Automobil und lässt damit namhafte Hersteller hinter sich. "Wir haben im Automobilbereich alles geschlagen", sagt Albert Weber.

 

Der aus glasfaserverstärktem Polypropylen bestehende Kofferraumdeckel ist für den Markdorfer Unternehmer kein Produkt unter vielen: Weber will damit beweisen, dass es sich im Automobilbau lohnt, auf die aus dem Flugzeugbau bekannten Verbundmaterialien zu setzen. Einerseits wiegen sie weniger, das Fahrzeug verbraucht weniger Sprit und jagt weniger CO2 in die Luft. Bekannt sind diese Vorteile schon länger. Doch Weber hat es zusammen mit seinem Schweizer Entwicklungspartner Esoro geschafft, die Kosten deutlich nach unten zu treiben. Entscheidend für den Durchbruch ist, dass die Faserverbundtechnologie preislich mit klassischen Teilen aus Stahl und Blech mithalten kann.

 

Seit gut einem Jahren läuft in der Daimlerstraße die Serienproduktion der Smart-Heckklappe. Bisher lieferte Weber rund 120000 Teile an den Kleinwagenbauer.

 

Jetzt geht es darum, die Technik am Markt zu etablieren. Weber hat zusätzliche Kunden im Visier. Der Markdorfer Unternehmer rechnet damit, dass der Innovationspreis ihm dabei helfen wird. "Die Heckklappe wird keine Eintagsfliege sein, wir befinden uns mit mehreren Fahrzeugherstellern im Gespräch", sagt Weber.

 

Vision Fahrgastzelle

Als nächsten Auftrag kündigt er die Fertigung von Rücksitzlehnen mit integriertem Sicherheitsgut an. Langfristige Vision Webers ist der Bau einer Fahrgastzelle. In den CAD-Rechnern der Ingenieure habe

 

Firmenfoto