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27.02.2007

Aluminium Silos für Kunststoff-Granulat

Schwäbische Zeitung

Kran stellt bei Weber Fibertech Aluminium Silo auf

Auszug aus dem Zeitungsbericht des Lokalteils Markdorf der Schwäbischen Zeitung, Redakteur Michael Hescheler

 

Der Arm des Autokrans ragt fast 50 Meter in den Himmel: An seinem Haken hängt ein 17 Meter langes Silo. Eine halbe Stunde später verschwindet das Ungetüm hinter der roten Metall-Fassade von Weber Fibertech in der Daimlerstraße. Gestern wurde das Silo angeliefert, über das die neue Fabrik mit Kunststoff versorgt wird.

 

Hinter einem roten Metall-Gerippe ist der Koloss (das Aluminium Silo) versteckt: 17 Meter lang, 4,20 Meter im Durchmesser und einige Tonnen schwer. Über das Silo wird die Kunststoff-Fabrik des Automobil-Zulieferers Weber Automotive mit dem Rohstoff Polypropylen (Kunststoff-Granulat) versorgt. Aus den kleinen, hellen Granulat formt die Hydraulik-Presse bei Weber Fibertech Heckklappen für Smart.

 

Die Verantwortlichen von Weber haben sich entschieden, erst die Fassade zu schließen und danach das Silo einbauen zu lassen. Ein 90-Tonner der Kranfirma Herter aus Grasbeuren muss das Silo über das Metallgitter heben. Wenn Richtmeister Horst Wachter vom Friedrichshafener Silobauer Zeppelin den Daumen hebt, bewegt der Kranfahrer den Steuerknüppel. Geräuschlos senkt sich das Silo Zentimeter für Zentimeter.

 

Ronald Grassi, Fahrer des Schwertransporters, hat Erfahrung mit sperrigem Gütern  auf der Ladefläche.  Seine Firma hat schon größere Brocken wie die Concorde oder den Super-Airbus A 380 von A nach B bewegt. Silos sind für den Fahrer wie täglich Brot.

 

Ein Silo für die Ewigkeit
Kranfahrer Joachim Dilger haut so was nicht um:  „So ein Silo steht für die Ewigkeit, das dauert seine Zeit.“ Während Elektriker den Bauch des Silos verkabeln — der Füllstand soll digital angezeigt werden — helfen die Kranfahrer dem Spediteur beim Zusammenklappen seines Lastwagens.

 

Gleich zwei Kräne sind aus Grasbeuren angerückt. Um es nicht zu beschädigen, muss das Silo von beiden Seiten angehoben werden. Als das Silo sicher am Haken des großen Krans schwebt, lässt der kleine Kompagnon die Unterseite langsam zu Boden. Während der Zeppelin-Mitarbeiter dirigiert, richtet Otto Rössler von Weber Fibertech den Koloss mit einem Seil aus. Jetzt geht„s zackig.  Die Männer sind zufrieden: „Der Kranfahrer fährt klasse“, ruft der Silo-Spezialist von Zeppelin.  Nicht ganz eine halbe Stunde vergeht, bis das Silo da ist, wo es hingehört. Anschrauben, fertig.